Video in der Unternehmenskommunikation

Die Bewegtbild-Strategie in der Unternehmenskommunikation

Ist Video „The Next Big Thing“ in Marketing und Kommunikation? Fakt ist: viele Unternehmen arbeiten derzeit an einer Bewegtbild-Strategie, die den Einsatz von regelmäßig produzierten Video-Inhalten aus und über das Unternehmen vorsieht.

Die Einsatzbereiche sind vielfältig: PR, Events, Human Resources, Kommunikation, Recruiting, Ausbildung, e-learning, Sales, Marketing … die Liste ist endlos.

Angetrieben wird die Begeisterung für Video von der Erwartung, bestehende und neue Zielgruppen auf eine andere Art und Weise zu erreichen. Ganz im Sinne von Social Web und Social Media geht es um eine glaubwürdige, authentische, informative und unterhaltsame Darstellung von Personen, Produkten, Diensten und vor allem Stories rund um die Marke, das Unternehmen oder den potentiellen Arbeitgeber.

Weniger Marketing und mehr PR

Diese Arten von Videos unterscheiden sich deutlich vom typischen Imagefilm oder Werbespot – konzeptionell, produktionstechnisch und hinsichtlich des verfügbaren Budgets.

Beim Marketing-Ansatz würde man von einem Idealbild ausgehen und sich dann daran machen, dieses mittels Produktionstechnik unter Einsatz von Schauspielern, Models, ausgewählten Locations und großem Produktions-Set umzusetzen.

Beim PR-Ansatz orientiert man sich eher an dem was man hat – eigene Produkte, Mitarbeiter, Firmengebäude, Produktionsanlagen und so fort und sucht hier nach interessanten Stories, nach Geschichten, die interne und externe Zielgruppen ansprechen könnten.

Die Kommunikation erfolgt noch mehr in der Sprache des Unternehmens. An die Stelle des professionellen Sprechers, des Models, des Schauspielers tritt der Mitarbeiter, Entwickler, Auszubildende und Vorstand. Das ist authentischer und spart Geld. Und genau darum geht es: Glaubwürdigkeit – damit es auch im social web funktioniert – und Finanzierbarkeit – damit es als Bewegtbildstrategie überhaupt realisiert werden kann.

Die Macht des (self-)Publishers

Die anvisierten Zielgruppen tatsächlich zu erreichen ist dank Web und Social Media-Tools einfacher denn je. Das ist die wahre Errungenschaft von Youtube, Facebook, Twitter und Co.: ist der Inhalt interessant, findet er auch seine Zielgruppe. Oder sie findet ihn. Kein Redakteur, Programmdirektor oder Betreiber einer externen Vertriebsstruktur muss der Veröffentlichung der Story zustimmen. Die Unternehmenskommunikation entscheidet ausschliesslich selbst, welche Geschichten wie erzählt werden.

Content is King – der Inhalt macht’s

Jede Social Media-Strategie braucht Inhalte, und Video-Stories zählen zu den wirkungsvollsten Inhalten, die ein Unternehmen in Umlauf bringen kann. Typischer Weise bindet das Unternehmen die Videos auf der eigenen Webseite und eventuellen Micro-Sites ein, eröffnet einen Youtube Kanal mit allen hauseigenen Video-Inhalten. Dank Keywords und SEO ist der Youtube-Kanal meist relevanter als die eigene Webseite für das Erreichen neuer Zielgruppen. Unterstützt wird die Veröffentlichung durch die Verbreitung des Links mittels social-networking-tools wie Facebook und Twitter, eventuell flankiert von PR und anderen klassischen Kampagne-Elementen sowie dem Zukauf von Traffic durch spezialisierte Agenturen und Dienstleister, wenn nötig.

In weiteren Berichten werde ich auf die Kosten von PR-typischen Produktionen eingehen, auf die Zusammenarbeit mit Videoproduzenten und Anregungen geben für Formate und den Aufbau interner Video-Kompetenz.

Oliver Wanke twitter.com/owanke

owanke

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